Mit einem mobilen Surfstick überall online gehen können und dabei eine Geschwindigkeit nutzen, die dem heimischen DSL-Anschluss kaum nachsteht – das ist häufig das Versprechen der Provider, wenn ein mobiler Surfstick angeboten wird. Tatsächlich gibt es in der Praxis aber deutliche Unterschiede bei der nutzbaren Bandbreite.

Bei Vertragsabschluss auf maximale Bandbreite achten

Der klassische UMTS-Stick unterstützt eine Bandbreite bis zu 7.2 Mbit/s – wenn die Netzabdeckung ausreichend ist. Dabei handelt es sich aber um Laborwerte, die tatsächlich nur selten erreicht werden können. Außerdem ist die Abdeckung der Netzbetreiber nicht überall flächendeckend gegeben. Je größer die Entfernung zum nächsten Funkmast, desto weiter verringert sich auch die mögliche Geschwindigkeit. Besonders wenn der Surfstick hauptsächlich zuhause genutzt wird, sollte bei  einem Surfstick Vergleich bereits im Vorfeld die Netzabdeckung überprüft werden. Einige Provider, die besonders günstige Tarife anbieten, drosseln die Download-Rate auf 3,6 Mbit/s – nicht nur der Seitenaufbau wird damit spürbar eingebremst.

Vorsicht bei geringem Downloadvolumen

Ebenso typisch für preiswerte Angebote ist ein geringes Downloadlimit. Tatsächlich ist es bei sämtlichen Tarifen üblich, die Geschwindigkeit nach Erreichen eines bestimmten Downloadvolumens zu begrenzen. Dabei reicht die Bandbreite von 500 MB bis zu 10 GB im UMTS-Bereich. Ist dieses Volumen erreicht, wird die Geschwindigkeit auf 64 kbit/s gedrosselt. Surfen ist damit kaum noch möglich. Ein geringes Datenvolumen ist nur ratsam, wenn der Surfstick lediglich sporadisch unterwegs genutzt wird. Auf datenintensive Dienste wie Videoportalen sollte dann allerdings genauso verzichtet werden wie auf große Downloads. Wer ausschließlich seinen Stick zum Surfen verwendet, sollte auf ein Volumen von mindestens 5GB achten.

LTE: Hohe Geschwindigkeit, Schwächen beim Netzausbau

Eine Alternative zu UMTS stellen neuerdings LTE-Surfsticks da. Je nach Tarif sind hiermit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s möglich. Damit werden die meisten Festanschlüsse locker überboten, sofern die Netzabdeckung ausreichend ist. Denn tatsächlich ist der Netzausbau des neuen Funkstandards noch nicht flächendeckend. Etwa 30% des Bundesgebiets sind bisher mit LTE versorgt. Deshalb sollte vorher besonders sorgfältig überprüft werden, ob der eigene Standort bereits an das Netz angeschlossen ist. Wenn kein LTE verfügbar ist, greifen die Surfsticks der neuen Generation allerdings auf das UMTS-Netz zurück. Ein weiterer Vorteil von LTE: Das Download-Volumen ist deutlich größer, außerdem fällt die Drosselung nicht ganz so restriktiv aus wie im 3G-Netz. Mit 512 kbit/s lässt sich im Notfall einfach weiter surfen.

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