Long-Term-Evolution, kurz LTE, ist derzeit ein brandaktuelles Thema bei allen Mobilfunkanbietern, denn der zukünftige UMTS-Nachfolger ist weltweit auf dem Vormarsch. Die neue Technologie, oft auch als 4G bezeichnet, ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde und stellt somit eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den bisherigen Technologien dar.

Während AT&T und Verizon Wireless in den USA bereits die ersten LTE-fähigen Smartphones Modelle auf den Markt brachten und ankündigten, dass bei zum Jahresende bereits in 15 US-amerikanischen Städten die Nutzung möglich wäre, gab Swisscom heute den Startschuss für ein Pilotenprojekt, welches bis Mitte 2012 andauern wird.

Das Projekt soll notwendige Informationen sammeln, um die Technologie in naher Zukunft optimal einsetzen zu können. Für diesen Zweck wurde gestern in Davos die erste von sieben LTE-Basisstation offiziell eingeweiht. Als Grund für das Projekt nennt der Anbieter vor allem das rasant wachsende Bedürfnis an Datenvolumen, welches sich momentan jährlich fast verdoppelt.

Swisscom möchte mit der neuen Technologie einem möglichen Engpass in naher Zukunft entgegenwirken und verspricht den Ausbau von LTE im nächsten Jahr. Bereits im Frühling 2012 wird das weitere Vorgehen der Mobilfunkanbieter feststehen, denn dann werden die Rechte für die Mobilfunkfrequenzen neu vergeben.

Bis dahin werden sich auch erste Erkenntnisse aus dem heute gestarteten Pilotenprojekt gewinnen lassen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell und wie erfolgreich sich die 4. Generation der Mobilfunktechnologie auf dem internationalen Markt etablieren wird.

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