Kabeldiebe sorgten bei ihrer Suche nach Kupfer in Leipzig am vergangenen Wochenende für Aufregung. Durch ihre Diebstähle kam es innerhalb Leipzigs immer wieder zur Kappung von DSL-Leitungen seitens des Anbieters Vodafone. Einzig in den vergangenen drei Wochen schlugen die Tätig sieben Mal zu. Der letzte Diebstahl fand am Karfreitag statt, sodass tausende Haushalte keinen Internetzugang mehr hatten.

Vodafone setzt Prämie auf die Kabeldiebe aus

Am Ostersamstag waren mehrere tausend Firmen und private Haushalte in Leipzig ohne Internetanschluss. Der Sprecher vom Telekommunikationsanbieter Vodafone, Bernd Hoffmann, gab bekannt, dass diejenigen Personen, die Tipps zur Ergreifung der Täter geben könne mit einer Prämie von 10 000 Euro rechnen können. In der Zwischenzeit ist bereits ein Schaden von knapp einer Million Euro entstanden. Vodafone setzte die Bundespolizei in Alarmbereitschaft. Auch Sicherheitsfachkräfte vonseiten der Deutschen Bahn erhielten einen Auftrag, bei der Ausschau nach den Kabeldieben vermehrte Aufmerksamkeit walten zu lassen.

Täter immer wieder um Haltepunkt Anger-Crottendorf

Wie festgestellt werden konnte, schlagen die Tätig ständig innerhalb des Haltepunktes Anger-Crottendorf, bei dem es sich um einen stillgelegten Streckenabschnitt bedingt durch notwendige Bauarbeiten handelt, zu. Allerdings seien die Glasfaserkabel seitens Vodafone für die Verbrecher überhaupt nicht attraktiv. In denen wird ausschließlich ein recht teurer Nebeneffekt gesehen. Polizeirat Stefan Körting resümiert, dass in allen der sieben Fälle außer den gekappten DSL-Kabeln schon gestohlenes oder für den künftigen Abtransport vorgesehenes und parat gelegtes Kupferkabel entdeckt worden sei.

Die Leitungen des Anbieters Vodafone verlaufen Seite an Seite zu den Kabeln von der Deutschen Bahn. Rein vom Äußeren her können diese nicht von jenen unterschieden werden. Aber auch die Deutsche Bahn sagte den Kampf gegen die Kriminellen an. Nach Auskunft von der Sprecherin, Änne Kliem, würde die Deutsche Bahn eng mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Sie „gehen an den Brennpunkten gemeinsam mit der Bundespolizei gegen die Diebstähle vor.“

Weitere Maßnahmen werden des Weiteren darin gesehen, dass immer mehr Kupferkabel in Zukunft durch preisgünstigere Metalle ersetzt werden.

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